- Tipps und Anleitungen
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- Ruderbekleidung, Kleidung für Ruderer, Made in Italy
Rudern gilt als eine der ganzheitlichsten Sportarten überhaupt: Es trainiert Kraft und Ausdauer, fordert Technik und Koordination und bietet gleichzeitig ein intensives Naturerlebnis. Wer mit dem Gedanken spielt, diesen Sport zu beginnen, sei es im Verein, auf einem ruhig gelegenen See oder sogar auf dem Ergometer zu Hause, steht schnell vor der Frage: Welche Erstausstattung brauche ich wirklich?
In vielen Ratgebertexten liest man lange Listen von Dingen, die man angeblich kaufen soll. Die gute Nachricht: Rudern ist, verglichen mit vielen anderen Wassersportarten, überraschend minimalistischer, wenn man die Grundlagen versteht. In diesem Artikel zeige ich dir, was wirklich notwendig ist, was „nice to have“ ist und wovon du anfangs lieber die Finger lassen solltest.
Bevor wir uns mit der Ausrüstung befassen, ist es hilfreich, ein wenig über den Rudersport selbst zu wissen. Rudern ist eine Sportart, bei der Athleten ein Boot auf dem Wasser vorwärts bewegen, indem sie mit Riemen oder Skulls (Rudern) das Wasser durchziehen. Es gibt unterschiedliche Arten des Ruderens: Einer, Zweier, Vierer, Achter – allesamt unterscheiden sich in der Anzahl der Ruderer und der Boote. Auch die Art des Ruderbootes kann variieren, je nach disziplinarischen Anforderungen und dem Einsatzzweck.
Für Einsteiger ist es am besten, sich zunächst auf das sogenannte "Ergometer-Rudern" oder auf das Rudern in einem einfachen Boot zu konzentrieren.
Die Ausstattungen, die du hierfür benötigst, sind in der Regel nicht allzu unterschiedlich. Die Wahl der richtigen Ausrüstung ist der Schlüssel zu einem angenehmen Einstieg und einer sicheren sowie effizienten Rudertechnik.
Rudern ist ein leiser Sport und genau darin liegt seine Kraft. Keine lauten Hallen, keine überfüllten Studios, keine Egos. Nur Wasser, Rhythmus und der Moment,
in dem du spürst: Du bewegst nicht nur das Boot, du bewegst dich selbst.
Beim Rudern verschwindet der Alltag automatisch.
Der gleichmäßige Rhythmus, das Plätschern der Skulls, die frische Luft – all das wirkt wie ein natürlicher Reset-Knopf.
Rudern ist meditativ, aber gleichzeitig ein kompletter Ganzkörper-Workout.
Du tust etwas für deinen Körper, ohne deinen Geist zu überfordern.
Perfekt nach einem stressigen Arbeitstag.
Die beruhigende Antwort gleich vorweg: Ein eigenes Boot brauchst du als Anfänger*in äußerst selten.
Bootsanschaffung ist teuer
Materialpflege benötigt Erfahrung
Vereine bieten Boote für alle Erfahrungsstufen
Für den Start im Rudersport empfiehlt sich daher fast immer ein Ruderverein, der über stabile, anfängerfreundliche Boote verfügt – sogenannte Gig-Boote, die breiter, robuster und kippstabiler sind.
Ein eigenes Boot lohnt sich erst dann, wenn du mindestens:
sicher im Einer fahren kannst
regelmäßig und technisch sauber trainierst
weißt, ob dir Breitensport oder Rennsport mehr liegt
Vorher riskierst du Fehlkäufe oder unnötige Kosten.
Für die Erstausstattung zählt das Boot also nicht.

Rudern bedeutet ständige, wiederholte Bewegungen mit enger Bootsmechanik.
Weite Kleidung kann sich in Rollenbahnen, Sitzschienen oder am Rollsitz verfangen, das ist gefährlich und unangenehm.
✔ Eng anliegende Sportkleidung
Ruder*innen tragen oft sogenannte Einteiler, aber das ist absolut kein Muss.
Ein normales Sportoutfit erfüllt denselben Zweck.
✔ Schichtensystem für draußen
Wasser, Wind und Temperaturwechsel machen ein gutes Layering wichtig.
✔ Wärmeschutz für Kopf und Hände
Handschuhe sind ein Streitthema: Viele nutzen sie nicht, da sie die Grifftechnik verändern. Einsteigern können sie aber helfen, Blasen zu vermeiden.
✘ Brauchst du nicht:
Schwimmweste (Ausnahme: Kinder & bestimmte Reviere →
Vereinsregeln beachten)
Blasen gehören am Anfang fast dazu. Dein Körper gewöhnt sich aber schnell daran, und nach einigen Wochen werden die Hände robuster.
Ruderhandschuhe können anfangs sinnvoll sein, wenn:
du sehr empfindliche Haut hast
du auf kaltem Wasser trainierst
du anfällig für offene Stellen bist
Achte darauf, dass die Handschuhe dünn sind und nicht die Grifftechnik verfälschen. Fahrradhandschuhe eignen sich meistens nicht, da sie zu dick und schlecht griffig sind.

Im Boot werden die Füße in den integrierten Schuhen fixiert, die fest mit dem Stemmbrett verbunden sind.
Daher brauchst du für das Boot selbst keine speziellen Schuhe.
Du benötigst lediglich:
Mehr nicht.
Personenfangleine / Wurfsack: nur im Wanderrudern üblich
Handy in wasserdichter Hülle: IMMER sinnvoll
Sichtbare Kleidung bei Dämmerung
Schwimmwestenpflicht in bestimmten Revieren oder bei Anfängern
je nach Vereinsregel
Im Verein wird dir genau erklärt, was in deinem Gebiet Pflicht ist.
Viele Anfänger*innen denken, sie bräuchten sofort ein eigenes Ruderergometer.
Das stimmt nicht.
✔ Warum ein eigenes Gerät nicht notwendig ist:
Vereine besitzen meist mehrere Ergos
Techniktraining auf dem Wasser ist wichtiger
Hochwertige Geräte wie das Concept2 sind teuer
Ein eigenes Ergometer lohnt sich nur, wenn du:
sehr regelmäßig trainierst
zuhause Platz dafür hast
langfristig ambitioniert rudern möchtest

Hier kommen einige Gegenstände, die nicht zwingend notwendig sind, aber deinen Alltag als Ruderanfänger*in angenehmer gestalten.
Sinnvolles Zubehör
Wasserdichte Tasche für Handy & Schlüssel
Kleines Handtuch für Bootspflege
Trinkflasche (nicht während des Ruderns, aber davor/danach)
Sitzkissen/Seat Pad (optional, gut bei empfindlichem Steißbein)
Mini-Reparaturset (Tape, Pflaster, Blasenpflaster)
Nice to have
Mikrofasertuch für Bootsaußenhaut
Sonnenbrille mit Sicherungsband
Sportuhr (nur für ambitioniertes Training notwendig)
Damit du dir Zeit, Geld und Nerven sparst, hier die größten Fehlentscheidungen:
❌ Zu teure Ausstattung kaufen
Viele lassen sich von Profi-Outfits inspirieren. Unnötig zu Beginn!
❌ Zu weite Kleidung
Gefährlich! Sie kann sich verfangen.
❌ Zu viel mitnehmen aufs Wasser
Rudern ist minimalistisch. Handy + ggf. Trinkwasser an Land reichen meist.
❌ Eigene Skulls kaufen, bevor man verschiedene Modelle getestet hat
Jeder Ruderer entwickelt Vorlieben – warte damit.
Wenn du diesen Artikel nur mit einem Gedanken verlassen sollst, dann mit diesem:
Unbedingt nötig sind nur:
Eng anliegende Sportkleidung
Eine winddichte Schicht tragen
Sportschuhe für den Steg
Handy in wasserdichter Hülle
Etwas Geduld für deine Hände und Technik
Alles andere kannst du mit der Zeit ergänzen, wenn du weißt, wohin dein Ruderweg führen soll, zum gemütlichen Freizeitsport,
zum ambitionierten Training oder vielleicht sogar zur Regatta.
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